Mai 2011

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 Staat kürzt Förderung um bis zu 6.500,- Euro

Ab dem 1. November 2011 wird einiges anders in der Gründungsförderung, jedoch sind die Neuerungen nicht positiv. Am 25. Mai 2011 wurde der Gesetzesentwurf im Bundeskabinett verabschiedet, der eine Existenz aus der Arbeitslosigkeit erschwert. Das Gesamtfördervolumen soll bis 2013 um 80% gesenkt werden. Dies bedeutet eine Reduzierung von 1,8 Milliarden auf 400 Millionen Euro. Grund für die massiven Kürzungen ist die Sparwut der Regierung. 120.000 Gründer sollen, laut Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, nebenher auf Hartz IV angewiesen sein und daher wäre der Gründungszuschuss rausgeschmissenes Geld. Aber eigentlich gilt genau diese Förderung zu den effektivsten Möglichkeiten aus der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit zu gelangen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt an, dass zwischen 55 und 70 % der Gründer nach 5 Jahren noch immer selbständig seien und daher sind sie der Meinung, dass der Gründungszuschuss seine Wirkung nicht verfehlt. Wer noch bis 31. Oktober 2011 den Antrag auf Gründungszuschuss stellt, wird die bisherigen Konditionen erhalten. Ab dem 1. November 2011 tritt dann das neue Gesetz in Kraft und damit die weniger positiven Neuerungen. Schneller Planen ist ein Punkt, auf den sich künftige Existenzgründer einstellen müssen. Musste bisher noch 90 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld bestehen, erhöht sich diese Grenze auf 180 Tage. Das heißt, der antrag muss früher gestellt werden. Die eigene Idee muss überzeugen und somit auch der Businessplan, denn wenn bis jetzt der Gründungzuschuss eine Pflichtleistung war, die jeder beanspruchen kann, so wird dies ab dem 1. November 2011 eine Ermessensleistung. Der Fallmanager der Arbeitsagentur entscheidet über die Erteilung des Zuschusses, jemand, der nur in der Theorie Ahnung von Existenzgründung hat. Wenn man auch die Verkürzung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I, von neun auf sechs Monate, berücksichtigt, könnte es im schlimmsten Fall zu einer Kürzung von 6500 Euro kommen, denn auch der monatliche Zuschuss von 300 Euro wird nur in diesem Zeitraum gezahlt.

Hier finden Sie alle Neuerungen des Gesetzes

Einen Videobeitrag unserer Kanzlei finden Sie unter diesem Link

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 25. Mai 2011

EU genehmigt 30 Millionen Euro mehr für Innovation, Wissenschaft und Forschung in Sachsen

Mehr Geld fließt künftig in Sachsen in die Bereiche Innovation, Wissenschaft und Forschung, sowie in die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der gewerblichen Wirtschaft. Am Ende des letzten Jahres wurde der Antrag gestellt, das Operationelle Programm Sachsens zu überarbeiten. Der Antrag wurde nun von der Europäischen Kommission genehmigt.

Auch wenn die Gesamthöhe des EFRE (Europäischer Fonds für die regionale Entwicklung) gleich bleibt, gelangen 30 Millionen Euro mehr in die oben genannten Bereiche, um hier Innovationen für den Freistaat Sachsen zu fördern. Die Gelder fließen in Hochschulen, anwendungsorientierte Forschungsprojekte, aber auch in kleine und mittlere Unternehmen, die neue Märkte erschließen.

Andere Bereiche, die ihr Volumen nicht komplett ausgeschöpft haben, erhalten weniger, um keine Förderungen verstreichen zu lassen. Diese Mittel werden in zukunftsorientierte Projekte investiert, von denen Sachsen langfristig profitiert.

Quelle: Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr vom 4. Mai 2011

Bei Anträgen bis 31. Dezember 2011 weiterhin Förderung durch GuW-Plus

In Thüringen wurde nun durch Wirtschaftsminister Machnig bekanntgegeben, dass noch bis zum 31. Dezember 2011 Anträge auf zinsverbilligte GuW-Plus-Darlehen (Gründungs- und Wachstumsfinanzierung) gestellt werden können. Dafür stehen zunächst zwei Millionen Euro zur Verfügung. Die nötigen Zinszuschüsse kommen aus dem Private Equity Thüringen (PET I) Fonds.

Unternehmen sollen den Konjunkturaufschwung nutzen, um zu investieren.

Seit über zehn Jahren ist das GuW-Plus-Darlehen sehr beliebt, da es fast branchenunabhängig genutzt werden kann. Es bietet günstige Zinsen und sind, je nach Laufzeit, bis zu drei Jahren tilgungsfrei. Seit dem Start im Jahr 2001 wurden bereits 4.400 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 690 Millionen Euro gefördert. Allein im letzten Jahr waren es 456 Darlehen in Höhe von insgesamt 124,31 Millionen Euro. Kleine und mittlere Unternehmen können damit Betriebsmittel, Unternehmensnachfolge und -übernahme, oder die Umschuldung kurzfristiger Verbindlichkeiten finanzieren.

Mit dem Neustart gab es positive Neuerungen, wie die Erhöhung der Höchstgrenze von förderfähigen Krediten um 250.000 Euro auf eine Million Euro. Förderfähig ist ein Kredit nur, wenn er sich klar von anderen Förderprogrammen, wie Thüringen-Dynamik, abgrenzen, welches auf Investitionen in Maschinen und Anlagen ausgelegt ist.

Quelle: http://aufbaubank.de/darchiv/GuWPlus_Kammerrundschreiben05_2011.pdf

KfW-Förderung: 21,5 % Nachfragesteigerung

Um rund 21,5 % ist die Nachfrage nach einer Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies entspricht einem Gesamtfördervolumen von 22,7 Milliarden Euro. Der größte Teil floss in die Förderung der Wirtschaft, Umwelt und bildung in Deutschland. Im Geschäftsbereich KfW-Mittelstandsbank ist die Nachfrage jedoch von 7,3 Milliarden auf 5,6 Milliarden Euro gesunken, Grund dafür ist das Auslaufen der Konjunkturprogramme der Bundesregierung zum Jahreswechsel. Der sich fortsetzende Aufschwung der Konjunktur bremste jedoch den Rückgang. Im Berecih der KfW-Unternehmerkredite gibt es eine Erhöhung der Nachfrage von 1,6 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro.

Eine genaue Aufstellung der Nachfrageentwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche finden Sie hier

Quelle: Fördernews 21/11, S. 6 f., Görs-Verlag

Brandenburg: Ausbildungspreis 2011: 1.000,- € zur Unterstützung der betrieblichen Ausbildung

Für Brandenburgische Ausbildungsbetriebe gibt es ab sofort die Möglichkeit sich um den brandenburgischen Ausbildungspreis 2011 zu bewerben. Damit sollen Unternehmen gewürdigt werden, die kontinuierlich und mit hohem Anspruch ausbilden und damit Jugendlichen eine Zukunftschance in Brandenburg geben, so der brandenburgische Arbeitsminister Gunter Baaske. Es werden acht Preise zu je 1.000 Euro zur Unterstützung der betrieblichen Ausbildung an Unternehmen vergeben.

Besonders interessant sollte dieser Preis für Unternehmen sein, die sich durch Qualität und Kontinuität in der Ausbildung auszeichnen, innovative Ausbildungselemente nutzen, sich ehrenamtlich für Ausbildung engagieren oder Ausbildungsplätze für junge Menschen mit einer Behinderung anbieten.

Lesen Sie hier mehr dazu.

Quelle: Fördernews 20/11, S. 27, Görs-Verlag

Des ESF fördert „Thüringer Netzwerk für innovative Gründungen (ThürInG)“ bis 2013 mit 740.000 Euro

Am 04. Mai 2011 startete der Wirtschaftsminister Thüringens Matthias Machnig das Netzwerk für innovative Gründungen. Seiner Meinung nach braucht Thüringen mehr Gründungen im High-Tech-Bereich, um auch in Zukunft erfolgreich in diesem Marktsegment zu sein. Im Jahr 2008 gehörten etwa 70 Gründungen zu diesem Bereich und stellten so circa 2% der Neugründungen in der  Hoch- und Spitzentechnologie dar. Das Wirtschaftsministerium fördert das Netzwerk ThürInG bis 2013 mit 740.000 Euro mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Acht Projekte werden bis heute mit diesem Geld unterstützt, diese gelten als innovativ und vielversprechend. Diese Gründer finden bei ThürInG Beratung und Betreuung, vom Businessplan bis hin zur Findung von Investoren. ThürInG fungiert also als Vermittler und nutzt die Kontakte zu Banken, Netzwerken und Experten.

Für mehr Informationen lesen Sie hier

Quelle: Freistaat Thüringen, Thüringer Staatskanzlei
 http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.thueringen.de%2Fde%2Fhomepage%2Fpresse%2F55088%2Fuindex.html&h=96bf0 , v. 24.05.2011
14. April 2015