April 2011

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 Unterstützung für japanische Opfer vom 11. März bis 31. Dezember 2011 erleichtert

Nach der schweren Katastrophe in Japan haben Privatspender, gemeinnützige Organisationen, Unternehmen und deren Arbeitnehmer die Möglichkeit den Opfern schneller zu helfen.

Dies wird durch einen vereinfachten Zuwendungsnachweis von Spenden zugunsten der japanischen Opfer realisiert, d.h. Bareinzahlungsbelege oder Buchungsbestätigungen (Kontoauszüge, PC-Ausdruck) genügen bei der Steuererklärung.

Spendenaktionen – gemeinnützige Körperschaften

Unter der Voraussetzung, dass eine gemeinnützige Körperschaft die gesammelten Spenden an eine Organisation überweist, die mildtätige Zwecke verfolgt oder berechtigt ist, die Mittel hierfür weiterzuleiten, ist es nun möglich, innerhalb einer Sonderaktion, Spenden für die Opfer der Katastrophe zusammeln. Mithin bestehen keinerlei Auswirkungen auf die Steuerbegünstigung und eine Satzungsänderung ist ebenfalls entbehrlich. Allein die Zuwendungsbestätigung unter Angabe der Sonderaktion ist notwendig.

Arbeitslohnspenden und Beihilfen

Unternehmen und deren Arbeitnehmer können Teile ihres unversteuerten Arbeitslohns an Arbeitnehmer des Unternehmens oder eines zum Konzern gehörenden Unternehmens, die von der Katastrophe betroffen sind, spenden (Arbeitslohnspende/Beihilfe). Andernfalls ist es auch möglich die gesammelten Spenden auf eine Spendenkonto einer Spendenorganisation zu überweisen.

Die vom Arbeitgeber geleisteten Unterstützungen und Beihilfen können steuerfrei sein. Jedoch ist nicht nur die Unternehmensspende steuerlich absetzbar, die spendenden Arbeitnehmer erfahren auch Steuererleichterungen, da der als Spende verwendete Lohnanteil den zu versteuernden Arbeitslohn mindert. Eine Anführung der Spende als Sonderausgaben ist ausgeschlossen und die Lohnspende nicht von der Sozialversicherung befreit ist.

Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen

Unternehmen bekommen zusätzlich die Möglichkeit Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme abzusetzen. Zu beachten ist hier, dass die zentrale Grundidee des Sponsoring – Leistung und Gegenleistung – klar wahrnehmbar ist (beispielsweise Berichterstattung in Massenmedien).

Zudem können Unternehmen ihren geschädigten Geschäftspartnern, kostenlose Leistungen aus dem Betriebsvermögen stellen, finanzielle wie materielle Mittel. Diese sind im Ganzen als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Weiterführende Informationen unter folgendem Link:

Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer der Erd- und Seebebenkatastrophe in Japan im März 2011

Quelle: FörderNews 14/11, S. 4 f., Görs-Verlag

Baden-Württemberg: Kurzberatungsförderung für mittelständische Unternehmen

 

Das Wirtschaftsministerium Baden Württemberg hat 2,1 Mio € für die Förderung und Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen in den Bereichen Handwerk, Dienstleitung, Handel und Industrie bewilligt.

Mittelständische Organisationen und Selbsthilfeeinrichtungen sollen die Beratung umsetzen, die sich an Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten richtet.

Die Kurzberatung besteht aus bis zu vier Beratungstagen im Jahr und kann in allen wirtschaftlichen, technischen, organisatorischen und wettbewerbs-bedingten Problemen erfolgen.

Ansprechpartner:

  • Bereich Handwerk
    • Handwerkskammer/Landesinnungsverband
  • Bereich Industrie
    • Rationalisierungs- und Innovationszentrum der
    • Deutschen Wirtschaft e.V. RKW Baden-Württemberg
  • Bereich Handel und Industrie
    • Einzelhandel
      • Einzelhandelsverband Baden-Württemberg
      • Gaststätten/Hotellerie
      • Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg
    • Groß- und Außenhandel
      • Verband für Dienstleistungen, Große- und Außenhandel
    • Architekten und Fachingenieure
      • Architektenkammer Baden-Württemberg
    • Buchhandel, Verlage
      • Börsenverein des Deutschen Buchhandels Baden-Württemberg
    •  Agrargewerbe
      • Verband der agrargewerblichen Wirtschaft Baden Württemberg

Weiterführende Informationen unter folgendem Link.

Quelle: FörderNews 14/11, S. 16., Görs-Verlag

Unterstützungsprogramm für Existenzgründer in der Hauptstadtregion

Die Investitionsbank des Landes Brandenburg wird, aufbauend auf dem neuen „KfW-Gründerkredit-StartGeld“, ein Unterstützungsprogramm für Existenzgründer, die für ihr Vorhaben Kredite benötigen, einführen.

Für die Entwicklung und Vermarktung von Erfindungen aus Berliner Hochschulen, hat die Investitionsbank Berlin einen Technologie-Entwicklungsfonds (TEF) eingerichtet.

Des Weiteren werden Unternehmensgründungen mit dem Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) in Berlin und Brandenburg gezielt initiiert und gefördert. Seminare, Coaching, Kontakte und Preisgelder unterstützen Gründer dabei, ihre Geschäftsidee in ein tragfähiges Konzept zu transferieren.

Der BPW richtet sich an alle, die eine gute Unternehmensidee haben und deren Umsetzung in Berlin oder Brandenburg geplant ist.

Weiterführende Informationen unter folgendem Links:

Quelle: FörderNews 14/11, S. 20., Görs-Verlag

Änderungen der sächsischen Mittelstandsförderung

  • Umweltmangement
    • Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen die landwirtschaftliche Produkte erzeugen können die Zertifizierungen eines Umweltmangementsystems nach internationalen Standards gefördert bekommen.
  • Messen, Außenwirtschaft
    • Förderanträge für Messen, Produktpräsentationen und Symposien müssen vor Messe- oder Veranstaltungsanmeldung bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) gestellt werden. Bereits erfolgte Anmeldung können noch bis 31. Mai 2011 nachgereicht werden. Die Teilnahme an gleichen Messen wird nun bis zu viermal gefördert.
  • Markteinführung innovativer Produkte und Produktdesign
    • Die Produktgestaltung kann ab dem Entwicklungsbeginn an gefördert werden, wenn ein entsprechende Antrag vor Beginn bei der SAB vorliegt.
  • Kurzberatung
    • Die maximale Förderhöhe für förderfähige Beratungsleistungen/Personalausgaben beträgt 50 Prozent. Eine Förderung durch Bund oder EU kann erst ab einem Mindestzuschussbetrag i.H.v. 1000,- € erfolgen.
  • Kooperationen
    • Machbarkeitsstudien, begleitende Studien zu schwerpunktmäßig ökonomischen und technischen Fragen der Projektdurchführung werden für Kooperationen mit Außenwirtschaftsbezug, Technologie- und Gründerzentren sowie Gebietskörperschaften gefördert.
  • Gründungsberatung
    • Der Nebenerwerb und die Unternehmensnachfolge sind mithin förderfähig.
  • Intensivberatung/ Coaching, Außenwirtschafsberatung
    • Die Förderung kann für maximal 20 Tage beantragt werden und die Bemessungsgrenze für ein Tagewerk beträgt 700,- €. Teageshonorare von mehr als 900,- € machen eine Förderung unmöglich. Förderanträge können nun auch bei der SAB gestellt werden.
  • Elektronischer Geschäftsverkehr
    • Planungsleistungen, Konzipierung und Vorbereitung von Projekten können bereits nach dem durch die SAB bestätigten Antragseingang begonnen werden. Der eigentliche Beginn des jeweiligen Projektes ist jedoch erst nach dem Zugang des Zuwendungsbescheids bzw. schriftlicher Bestätigung durch die SAB zulässig (ab 31. Mai 2011).

 Das antragstellende KMU muss keine Mindestarbeitnehmerzahl erreichen.

Quelle: FörderNews 15/11, S. 25 f., Görs-Verlag
10. April 2015