Den Zweitwohnsitz am Bechäftigungsort als Betriebsausgabe steuerlich absetzen

Aus der Reihe „Ihr fragt, ich antworte“ möchte ich heute die zweite Frage von Tobias aus München beantworten. Tobias hat von seiner Lebensgefährtin am Beschäftigungsort eine Wohnung zur Nutzung überlassen bekommen. Die Wohnung verwendet er, um dort geschäftlich tätig zu sein, um zu arbeiten, Präsentationen vorzubereiten etc. Aber eben auch für die Übernachtung, wenn er nicht nach Hause fährt.

Tobias, wie gehst du hier am sinnvollsten vor. Ich würde dir vorschlagen, dass du mit deiner Freundin am besten eine Nutzungsvereinbarung abschließt, aus der hervorgeht, dass du die Wohnung für deine geschäftlichen Zwecke verwenden kannst. Das sollte im baurechtlichen Sinne für den eigentlichen Wohnungseigentümer überhaupt kein Problem sein, denn eine sogenannte stille geschäftliche Mitbenutzung ist völlig unproblematisch. Wichtig hierbei ist, dass deine Lebensgefährtin möglicherweise Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung hat, die sie ihrerseits in Ihrer Steuererklärung deklarieren müsste. Um das zu umschiffen, würde ich euch empfehlen, dass ihr lediglich die Kosten in diesem Nutzungsvertrag vereinbart, die tatsächlich auch deiner Lebensgefährtin entstehen. So hat sie genau in der Höhe Einnahmen wie sie auch letztlich Ausgaben in Form der Mietzahlung und Nebenkostenabrechnung hat.

Dann entstehen bei ihr keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, die sie irgendwo deklarieren müsste. Du hast aber die Aufwendungen, die ja durchaus absolut beruflich bzw. geschäftlich veranlasst sind. In deiner Firma kannst du sie abrechnen und als Betriebsausgabe geltend machen. So würde ich hier vorgehen. Natürlich könntet ihr auch rein theoretisch ein höheres Nutzungsentgelt vereinbaren. Da muss man jedoch sehr vorsichtig sein, denn möglicherweise hätte der Vermieter oder Eigentümer damit generell ein Problem. Insofern würde ich euch das nicht empfehlen. Berechnet einfach das, was deine Lebensgefährtin bezahlt weiter an dich, sodass in der Höhe Betriebsausgaben entstehen. Dann müsste der Vorgang perfekt sein, damit du diese Betriebsausgaben geltend machen kannst und damit natürlich auch Steuern sparen kannst.

Wenn auch du Fragen hast, schreib mir, ich werde sie beantworten und über diesen Weg gern veröffentlichen.

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2. Juni 2015